Am letzten Sonntag, dem 13. September, veranstaltete die Jakob-Bleyer-Gemeinschaft im Jakob-Bleyer-Heimatmuseum in Wudersch eine eigens zum 200. Jubiläum der ungarischen Reformzeit („Reformkor”) konzipierte Historikertagung. Im Mittelpunkt der Vorträge stand der ungarndeutsch–deutschungarische Aspekt, also wie diese nationalbürgerliche Erneuerung Ungarns zwischen 1825 und 1848 die verschiedenen deutschen Bevölkerungsgruppen, die Sprachfrage sowie auch die andere Nationalitäten im Lande mitprägte.
Als Auftakt eröffnete unser JBG-Vorstandsmitglied, Prof. Dr. Nelu Bradean-Ebinger, Germanist und Professor Emeritus an der Corvinus-Universität Budapest, die Konferenz mit einer allgemeinen Einführung in die ungarische Reformzeit. Ihm folgte ein weiteres Vorstandsmitglied, Prof. Dr. Zoltán Tefner, emeritierter Professor für Geschichte und Germanistik an der Corvinus-Universität, der die Reform-Landesversammlungen der Ära zwischen 1825 und 1848 im Lichte des ungarländischen Deutschtums und der Nationalitäten untersuchte. Ergänzt wurde das Programm durch den stellvertretenden Vorsitzenden der JBG und Mitredakteur des Sonntagsblattes, Stefan Pleyer, Historiker-Ph.D.-Doktorand der Eötvös-Loránd-Universität und Experte der Internationalen Beziehungen mit seinem Beitrag über die Wirkungen der Reformzeit auf die Siebenbürger und Zipser Sachsen. Der geplante Vortrag von Prof. Dr. Hans Dama (Nikolaus Lenau in der Reformzeit) fiel diesmal leider wegen der gesundheitlichen Schwierigkeiten des Professors aus.