Was könnte die Urheimat Bayern der Heimat Ungarn geben? Unter diesem Leitgedanken haben wir als Jakob-Bleyer-Gemeinschaft unsere offizielle Zusammenarbeit mit der ungarischen und ostmitteleuropäischen Vertretung der Hanns-Seidel-Stiftung, der parteinahen Stiftung der bayerischen Regierungspartei CSU aufgenommen. Mit der neuen außenpolitischen Orientierung Ungarns auf Mitteleuropa sowie auf die deutschsprachigen Länder haben sich auch in den deutsch-ungarischen Beziehungen zahlreiche neue Möglichkeiten eröffnet, die darauf warten, auch auf der Ebene der Bundesländer umgesetzt zu werden. Bei der konkreten Erschließung dieser neuen Perspektiven kommt Bayern innerhalb des deutschen Bundes eine geradezu prädestinierte Rolle zu – als traditioneller historisch-kultureller Verbündeter Ungarns und als wirtschaftliches Kraftzentrum Deutschlands und Mitteleuropas: vielversprechende Anknüpfungspunkte, die es nun zu vertiefen gilt, finden sich etwa in der Landwirtschaft, der ländlichen Entwicklung, dem Tourismus, aber auch in der Rolle der katholischen Kirche, geschweige denn die Brückenfunktion der ostmitteleuropäischen deutschen Nationalitäten und Minderheiten.
Mit Unterstützung der Hanns-Seidel-Stiftung: Studienband zur aktuellen Situation der Ungarndeutschen in Arbeit
Als eine, den christlich-konservativen Werten verpflichtete Organisation widmet die Hanns-Seidel-Stiftung den Belangen der nationalen Minderheiten in unserer Region besondere Aufmerksamkeit. Dies gilt sowohl für die ungarischen Gemeinschaften jenseits der Grenze, als auch für das Ungarndeutschtum, welcher Einsatz auch unserer eigenen Mission entspricht. Zum Auftakt unserer Partnerschaft haben wir die Herausgabe eines gemeinsamen Studienbandes zur aktuellen Situation der deutschen Nationalitätengemeinschaft in Ungarn vereinbart. Ziel des Projekts ist es, unter Einbeziehung anerkannter Wissenschaftler und Fachleute ein möglichst präzises und wirklichkeitsnahes Gesamtbild zu zeichnen. Auf diese Weise soll insbesondere der Zielgruppe der bayerischen und bundesdeutschen politischen Entscheidungsträger ein fundierter und verlässlicher Überblick über die Lage der Ungarndeutschen und die Nationalitätenpolitik in Ungarn vermittelt werden. Zugleich soll der Studienband dazu beitragen, den geplanten Vorhaben und Reformvorschlägen eine breitere wissenschaftliche und konzeptionelle Grundlage zu geben. Für ihr Engagement für unser Anliegen und die Unterstützung wissen wir der Hanns-Seidel-Stiftung großen Dank!