Das 23. VLÖ-Volksgruppensymposium im Wiener „Haus der Heimat“ versammelte hochrangige Vertreter aus der österreichischen Politik, Diplomatie und Kultur. Im Zentrum der zweitägigen Veranstaltung standen das Gedenken an 80 Jahre Flucht und Vertreibung, die Zukunft des „Hauses der Heimat“ als zentraler „Lernort Österreich“ und die bleibende Relevanz historischer Dokumente wie des Völkermanifests für ein geeintes, föderales Europa. Die Jakob-Bleyer-Gemeinschaft hatte die Ehre, die ungarndeutsche Nationalitätengemeinschaft sowie auch Ungarn bei dieser hochrangigen österreichischen politischen Veranstaltung vertreten zu dürfen, wo wir uns auch Herrn Bundeskanzler Dr. Christian Stocker vorstellen konnten, im Verband mit den führenden Vertretern der anderen ostmitteleuropäischen deutschen Nationalitäten- und Minderheitengemeinschaften aus den weiteren historischen Kronländern, aus Polen, der Slowakei, Serbien und Rumänien.

Die beim Symposium anwesenden österreichischen politischen Potentaten erklärten, dass die vor 80–81 Jahren beginnende Vertreibung und in vielen Fällen auch der Genozid an den deutschen Volksgruppen Ostmitteleuropas auch als ein eigener Verlust für Österreich betrachtet wird, da das Land einem bedeutenden Teil der Heimatvertriebenen am Ende und nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue Heimat bot. Darüber hinaus äußerten sie den Willen und Absicht, dass Österreich die Mutterland-Rolle bei der Patronanz und Unterstützung der heimatverbliebenen altösterreichischen deutschen Volksgruppen in unserer Region übernehmen sollte. Wir als Ungarndeutsche begrüßen diese Pläne auf das Herzlichste, da sie eine neue, lang ersehnte Dimension in den österreichisch-ungarischen Beziehungen eröffnen würde- weitere Einzelheiten und (hoffentlich auch Ergebnisse) folgen in Bälde.